Die Siedler

Nachdem die Trapper und Mountain Men die Wege in den Westen geebnet hatten, waren es die Siedler aus dem Osten, die mit ihren großen Trecks zu dem gelobte Land aufbrachten.


Es gab die unterschiedlichsten Gründe, die die Menschen dazu veranlassten, immer weiter in den Westen zu ziehen. So war es in erster Linie die Freiheit, von der man hoffte, sie im gelobten Land zu erlangen. Gesetze und Verpflichtungen, wie es sie im Osten gab, waren bis zum Westen noch nicht in dem Ausmass vorgedrungen. Es war die Hoffnung auf ein besseres Leben, die immer wieder von neuem geschürt wurde. Je weiter man in den Westen vordrang, desto mehr Täler tauchten auf, und hinter jedem neuem Tal hoffte man auf noch bessere Lebensbedingungen.


Natürlich war auch der Erwerb von Landbesitz ein weiterer Grund für die Westwanderung. Jedermann hatte das Recht auf 65 Hektar Land, das er sich selber abstecken konnte. Voraussetzung war allerdings, dass er es dann fünf Jahre lang kultivierte. Das schrieb das so genannte Heimstättengesetz vor (Homesteads Act). Weitere Gründe waren Abenteuerlust und religiöse Intoleranz, die in Europa ihren Ursprung hatte. Aus Europa stammten auch die meisten Siedler, die aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen ihr Heimatland verlassen hatten.


Auf den Weg in den Westen mussten die Siedler zahlreiche Strapazen überstehen. Dabei waren die Indianer das geringste „Übel“. Überfälle, wie man sie aus den Hollywood-Filmen kennt, gab es Anfangs kaum. Viel schlimmer waren die vielen Krankheiten wie z. B. Typhus und Cholera. Unfälle mit den schweren Planwagen, aber auch Unfälle durch Waffen, sorgten ebenfalls für eine große Dezimierung der Pioniere. So sollen beispielsweise auf dem Oregon-Trail ca. 30000 Menschen ihr Leben gelassen haben.


Nachdem die Siedler den langen Marsch nach Westen überstanden hatten, war das Leben in der neuen Heimat doch nicht so einfach, wie es sich die meisten erhofft hatten. Täglich mussten die Menschen um ihr Überleben kämpfen. In der Anfangszeit hausten die Siedler noch in ihren Planwagen. Für den Winter mussten sie aber eine widerstandsfähigere Behausung finden. Die primitivsten Unterkünfte waren nicht besser als Erdlöcher und wurden "Dugout" genannt. Später wurden die Häuser in Hügeln eingelassen. Als Baumaterial wurden ausgestochene Grasstücke verwendet, die im Sommer immer befeuchtet werden mussten, damit sie nicht zerbröselten. Im Winter hingegen, war das Innerer des Hauses feucht und nass.


Ein weiteres Problem war der ständige Wassermangel. Die erste Aufgabe eines jeden Siedlers bestand darin einen Brunnen zu bohren, nachdem er sein Land abgesteckt hatte. Wasser war für die Bewirtschaftung des Landes natürlich von großer Wichtigkeit. Zunächst mussten aber Gerätschaften und Saatgut angeschafft werden. Das Geld hierfür mussten die Siedler für hohe Zinsen ausleihen. Und wenn nach all diesen Schwierigkeiten die Hoffnung auf eine Ernte in unmittelbarer Nähe stand, konnte diese wieder durch Naturkatastrophen wie z. B. Trockenheit oder Überschwemmungen vernichtet werden. Schliesslich wurde oft die fruchtbare Oberflächenerde durch Staubstürme abgetragen, so dass vom tiefgepflügten Boden nur unfruchtbares Land übrig blieb.

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