Jessie Frémont

Jessie Frémont war die Frau des berühmten John Charles Frémont, der seit 1842 zu mehreren Expeditionen aufbrach, um den Westen zu erkunden und zu kartographieren. Sie war die Tochter von Senator Thomas Hart Benton und wurde im Jahre 1824 geboren. John Charles Frémont gehörte nicht zu den Männern, die man als "Forscher" bezeichnen könnte. Auf seinen Expeditionen wurde er immer von Kundschaftern begleitet, und er benutzte zum größten Teil Pfade, die andere schon lange vor ihm benutzt hatten. Was ihn aber auszeichnete, war seine Gabe, über seine Reisen fesselnde Berichte zu verfassen und dabei half ihm seine Frau Jessie. Die Ereignisse, von denen ihr Mann erzählen konnte, brachte sie so grandios und phantasievoll zu Papier, dass das Interesse der Öffentlichkeit für den Westen immer größer wurde. Schon 1842 verfasste sie einen 207 Seiten langen Bericht über die erste Expedition ihres Mannes, der von ihm diktiert wurde. Dieser Bericht wurde im März 1843 dem Kongress vorgelegt und anschließend veröffentlicht. Für die US-Regierung kam dies gerade recht, da es eine geeignete Propaganda für die Westwanderung war. Dank seiner Frau, wurde John Charles Frémont daher für seine weiteren Expeditionen von der Regierung unterstützt. Aber dreißig Jahre später verließ das Glück ihren Ehemann. Jetzt sorgte sie mit ihrem Talent zum Schreiben für den Lebensunterhalt. So wurden ihre Bücher "A Year of American Travel" im Jahre 1878, "Souvenirs of My Time" im Jahre 1887, "Far West Sketches" im Jahre 1890 und "The Will and the Way Stories" im Jahre 1891 veröffentlicht. Jessie Frémont starb 1902 im Alter von 60 Jahren.

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