Die Gesetzeshüter

Der Marshal



Der Gesetzeshüter, der meistens innerhalb einer Stadt für Gesetz und Ordnung zu sorgen hatte, wurde Marshal genannt. Seine Befugnisse endeten an der Stadtgrenze. Der Marshal wurde von der Stadtverwaltung angestellt und bezahlt. Bei der Auswahl interessierte es niemanden, was für ein Vorleben die Bewerber hatten. Wichtig war nur, dass er mit Mut und Durchsetzungsvermögen für Ruhe in der Stadt sorgen konnte. So kam es öfter vor, dass auch berüchtigte Killer das Amt übernahmen. Neben der Aufklärung von Verbrechen, die innerhalb der Stadt begangen wurden, war der Marshal u. a. auch für das Eintreiben der Steuern zuständig. Zur Unterstützung war ihm häufig noch ein Hilfsmarshal unterstellt. Außerdem gab es Situationen, in der der Marshal vorübergehend weitere Hilfspolizisten vereidigen konnte.


Der Sheriff


Im Gegensatz zum Marshal war der Sheriff für einen Bezirk zuständig. Er wurde in einer öffentlichen Wahl von der Bevölkerung gestellt, wobei seine Amtszeit 2 bis 4 Jahre betrug. Der Beruf des Sheriffs war ein sehr begehrter Job. Zwar lebte man gefährlich, da man häufig in Schießereien verwickelt wurde, die Arbeit wurde aber sehr gut bezahlt. So war der Sheriff auch für das Eintreiben der Steuern und Geldstrafen zuständig. An der Summe war er dann mit 5 Prozent beteiligt. Außerdem erhielt er für jede Festnahme eine Prämie. Er vollstreckte Haftbefehle und Urteile und war nicht selten als Henker tätig. Bei seiner Arbeit wurde der Sheriff von mehreren so genannten Deputy Sheriffs unterstützt.


Der Richter


Die meisten Richter in der Zeit des Wilden Westens waren alles andere als studierte Juristen. Viele kannten nicht einmal die Buchstaben des Gesetzes und fällten Urteile nach "dem gesunden Menschenverstand". Die Prozesse wurde an so genannten Gerichtstagen abgehalten, an denen der Richter erst aus der Ferne anreisen musste. Dabei wurden sie oft mit Verachtung und Respektlosigkeit empfangen. Die Bevölkerung war oft der Ansicht, dass keine Richter gebraucht werden, und das man das Gesetzt selber in die Hand nehmen könne. Da es häufig keine Gerichtssäle gab, wurden die Verhandlungen in Saloons und Tanzhallen abgehalten. Ein Alkoholverbot gab es oft während der Verhandlung nicht, sodass so manches Urteil lallend verkündet wurde. Auf welche Art und Weise ein Richter zu einem Ergebnis kam, und ob es den juristischen Regeln entsprach, interessierte niemanden. Wichtig war nur, dass ein nach dem Rechtsempfinden gerechtes Urteil ausgesprochen wurde.

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