Geronimo

Geronimo wurde im Jahre 1823 geboren. Sein Vater nannte ihn "Gokhlayeh" ("Einer, der gähnt"), weil er als Kind immer ausgiebig gegähnt hatte. Da sich für die Mexikaner das Wort "Gokhlayeh" schwer aussprechen ließ, bildeten sie das Wort zu Geronimo um. 1858 wurden seine Mutter, seine Frau und seine drei Kinder von mexikanischen Truppen des Militärgouverneusvon Sonora, General Jose Maria Carrasco, umgebracht. Von nun an schwörte Geronimo, der vormals ein guter Vater und zärtlicher Ehemann war, Rache. Er unterstellte sich dem Häuptling der Chiracuahuas-Apachen, namens Cochise. Mit seinen Indianern griff er als erstes die Stadt Sonora an und tötete in seiner Wut eine große Zahl von Soldaten. Geronimo begab sich nun jedes Jahr nach Mexiko und kehrte jedes Mal siegreich zu seinen Stamm zurück. Als der Oberhäuptling Cochise starb, übernahm dessen ältester Sohn dieses Amt und Geronimo wurde zum Kriegshäuptling gewählt.


1876 wurde er zum ersten Mal ins San-Carlos-Reservat eingewiesen. Doch im Vergleich zu seiner alten Heimat, erwies sich das Reservat als eine öde und trockene Gegend. Verständlich, dass es Geronimo dort nicht lange aushielt und nach Mexiko verschwand. In den folgenden Jahren hielt er sich dann sowohl in Mexiko, als auch im San-Carlos-Reservat auf. Als er im Jahre 1881 davon hörte, dass er von den Amerikanern verhaftet werden sollte, floh er zunächst endgültig mit 74 Anhängern nach Mexiko. Ca. ein Jahr später schloss er sich dem Kriegshäuptling der Mimbreno, namens Nana an, und 1883 überredete General George Crook Geronimo, wieder nach San Carlos zu kommen, was er 1884 auch tat. Da Geronimo aber befürchtete, wieder verhaftet zu werden, ging er am 17. Mai 1885 abermals nach Mexiko. Jetzt musste er sich ca. ein Jahr lang gegen 3000 Soldaten zu Wehr setzten, und das mit 100 Frauen und Kindern und nur 34 Kriegern. Als Geronimo in der Sierra Madre aufgespürt wurde, willigte er in ein Treffen mit General Crook ein, das am 25. März 1886 statt fand. Obwohl sich Crook und Geronimo einig waren, verschwand er wieder - wahrscheinlich unter Alkoholeinfluss - mit 18 Frauen und Kinder, und 20 Kriegern nach Mexiko. General Neslon A. Miles, der Crook ablöste, nahm am 12. April 1886 die Verfolgung auf. Auf Geronimo waren nun 2000 Dollar Belohnung ausgesetzt. Inzwischen wurde seine Familie und andere Chiracahua-Apachen nach Florida deportiert. Nachdem Geronimo zugesichert wurde, dass er in Florida bei seiner Familie leben könne, ergab er sich am 4. September 1886. Dort verbrachte er 3 Jahre im Gefängnis. Im Jahre 1894 wurde er nach Fort Sill in Oklahoma ins Indianerterritorium gebracht, ohne das er zuvor Kontakt zu seiner Familie hatte.


Ca. 20 Jahre lebte er dort. In dieser Zeit präsentierte man ihn als "Ausstellungsstück" bei der Parade von Präsident Roosevelt und bei der Weltausstellung in St. Louis. Sein Wunsch, noch einmal in seine Heimat zurückzukehren bevor er stirbt, wurde nicht erfüllt. Geronimo war der Indianer, der sich der US-Regierung am längsten widersetzte. Er starb am 17. Februar 1909.

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