Spotted Tail

Spotted Tail oder Sinte Galeska (Gefleckter Schweif) wurde um 1823 geboren und war ein bedeutender Häuptling der Brulé-Sioux. Seinen Namen verdankte er einem Trapper, der ihm einen Waschbärenschwanz schenkte, den Spotted Tail von da an immer als Kopf-schmuck trug. Seine größte Zeit als Krieger hatte er in den Jahren 1835 bis 1855. In dieser Zeit soll er ca. 100 Skalps erbeutet haben. Als eine Truppe der US-Armee im Jahre 1855 das Dorf von Spotted Tail überfiel, wurde er gefangen genommen. Ein Jahr lang wurde er in Fort Leavenworth und Fort Kearney eingesperrt. Während dieser Zeit wurde ihm bewusst, dass ein Krieg gegen die Weißen aussichtslos war. Von da an nahm er im Indianerkrieg an keiner Kampfhandlung mehr teil, bis auf einer Ausnahme: Im Jahre 1865 beteiligte er sich an dem Überfall auf Julesburg, der als einer von vielen Racheakten nach dem Sand-Creek-Massaker verübt wurde.


1868 war er dann einer von den Häuptlingen, die den Friedensvertrag von Fort Laramie unterzeichneten. Aus dem Reservat heraus, in dem er und sein Volk nach einigem Zögern einzogen, unternahm er mehrere Delegationsreisen nach Washington. Im Jahre 1876 wurde er von General Crook zum Oberhäuptling der Red-Cloud- und Spotted Tail Agentur ernannt. General Crook war es auch, der ihn darum bat, Crazy Horse zu suchen, um ihn zur Kapitulation zu überreden. Spotted Tail sah Crazy Horse nicht als Freiheitskämpfer, sondern als Unruhestifter, der die Sioux nur ins Unglück gestürzt hatte. Er wurde auch für seine Dienste von der US-Regierung großzügig belohnt, was ihn innerhalb der Sioux-Stämme ins Zwielicht brachte. Nachdem er von der Regierung sogar ein kleines Haus geschenkt bekam, wurde er am 5. August 1881 von seinem Unterhäuptling Crow Dog (Krähenhund) erschossen.

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