Chippewa

Die Chippewa, auch Ojibwas genannt, lebten zum größten Teil in Kanada, nördlich und südlich der Großen Seen. Sie gehörten zur Sprachfamilie der Algonkin. Schon lange bevor sie Kontakt mit den Weißen hatten, war ihr Drang groß, ihre Jagdgebiete auszudehnen. So entwickelte sich das Volk im 16. Jahrhundert schon bald zu einen der größten und aggressivsten Indianerstämme Nordamerikas.


Die Chippewa bestritten ihren Unterhalt als Fallensteller und Jäger. Zu ihrer Hauptnahrung gehörte aber auch wilder Wasserreis, der im Spätsommer mit der Hand geerntet wurde, wobei wieder genügend Samen ins Wasser viel, um eine neue Ernte im nächsten Jahr zu sichern. Seit dem 18. Jahrhundert beteiligten sie sich am Pelzhandel mit den Franzosen. Von diesen erhielten sie auch schon sehr früh Feuerwaffen, mit denen sie in der Lage waren, die verfeindeten aber noch unbedeutenden Sioux, Cheyenne und Arapahoes zu vertreiben.


Im siebenjährigem Krieg zwischen den Franzosen und den Engländern, standen sie auf der Seite der Franzosen. Ansonsten hielten sie sich größtenteils aus den Kriegen der verfeindeten Nationen heraus. Da die Weißen nicht sehr viel mit dem Land der Chippewa anzufangen wussten, bedrängten sie den Stamm zunächst auch nicht in dem Maße, wie bei anderen Stämmen. Dennoch wurden sie seit 1854 in die Reservationen getrieben. Als im Jahre 1862 der Sioux-Häuptling Little Crow den Chippewa das Angebot machte, die alte Feindschaft zu beenden und sich am Minnesota-Aufstand zu beteiligen, lehnten sie ab.


Ausgerechnet die Chippewa, die sich in ihrer Geschichte aus größeren Gefechten mit den Amerikanern immer heraus gehalten haben, mussten im Jahre 1898 die letzte Schlacht zwischen Indianern und US-Truppen verbuchen, bei der es um einen Streit über Holzrechte ging.


Die Kultur der Chippewa wird auch heute noch von den Franzosen geprägt, obwohl diese schon früh von den Engländern ins Abseits gedrängt wurden. Die Muttersprache der ca. 120000 Stammesangehörigen, die heute verstreut in Kanada leben, ist größtenteils französisch.

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