Flathhead

Der Stamm der Flathead-Indianer lebte im westlichen Teil der nördlichen Rocky Mountains. Er bestand aus drei Untergruppen: Den Spokanes, den Callspells, und den Coeur d´ Alêne. Sie lebten ursprünglich von der Jagd auf Kleinwild, vom Fischfang und dem Sammeln von Früchten. Im 18. Jahrhundert kamen sie in den Besitz von Pferden. Von da an begannen sie, jenseits der Rocky Mountains auch Büffel zu jagen. Die Forscher Lewis und Clark konnten nach ihrer Reise nur positives über dieses Volk berichten. Nachdem sie im September 1805 die Rocky Mountains passiert hatten, wurden sie von den Flathead-Indianern freundlich empfangen und mit Nahrung versorgt. Auch mit den folgenden Siedlern, die über den Oregon-Trail in das Land einströmten, kamen sie gut aus. Schon Anfang des 19. Jahrhundert nahmen sie das von den Missionaren gepredigte Christentum an, was der damaligen Britischen Regierung zu verdanken war, die die Indianer lange Zeit gerecht behandelt hatte.


Als im Jahre 1848 in Kalifornien Gold gefunden wurde, setzte eine Völkerwanderung ein, wie es sie bis dahin in den USA nicht gegeben hatte. Der Goldrausch verbreitete sich im Laufe der Zeit über das ganze Land, so dass das Gebiet der Flathead-Indianer in Montana ebenfalls nicht verschont wurde. Im Jahre 1854 wurde in Oregon Gold gefunden, wobei Tausende von Goldsuchern immer weiter in das Indianerland eindrangen. Der Kontakt mit den Ureinwohnern verlief jetzt nicht mehr so friedlich. Die Weißen scherten sich jetzt nicht mehr um Verträge oder Rechte der Indianer. Sie benahmen sich so rücksichtslos, das einige Indianer den Glauben am Christentum verloren hatten. Es folgten heftige Kämpfe mit den Weißen und mit der US-Armee. So kam es im Jahre 1856 zu einer Auseinandersetzung zwischen den Indianern und der Armee unter der Führung von Colonel Steptoe, in dessen Verlauf Colonel Steptoe und seine Soldaten der Übermacht der Indianer nur mit Mühe und Not und mit einigen Verlusten entrinnen konnte. Bei den Indianern handelte es sich um Untergruppen der Flathead und einige anderer Stämme. Auslöser dieser Auseinandersetzung war der Tod eines Indianerjungen, der von zwei Goldgräbern erschlagen wurde, weil dieser den Fundort eines Goldnugget nicht verraten wollte. Die beiden Goldgräber wurden nun wiederum von den Indianern ergriffen und getötet.


Nach Colonel Staptoe setzte sich Colonel George Wright mit seinen Truppen in Bewegung, und erreichte im September 1858 eine Ebene, die Four Lakes genannt wurde. Hier stellten sich ihm ca. 500 Indianer gegenüber, bereit zum Kampf. Daraufhin ließ Colonel George Wright vier schwere Haubitzen in Stellung bringen, die den Indianern schwere Verluste beibrachten. Anschließend gab er der Kavallerie den Befehl zum Angriff. Für die überraschten Indianer gab es keine andere Möglichkeit mehr, als die Flucht. Colonel Wright begnügte sich aber nicht mit diesem Sieg. In der Folgezeit setzte er den einzelnen Stämmen immer wieder nach. Er raubte ihnen die Pferde,oder tötete diese, wenn er sie nicht mitnehmen konnte. Nachdem er schließlich ein Indianerdorf überfallen hatte, wobei Frauen und Kinder getötet wurden, gaben die einzelnen Unterstämme der Fladhead auf. Sie akzeptierten die Bedingungen der US-Regierung und lieferten die Indianer aus, die die beiden Goldgräber getötet hatten.



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Lewis und Clark Seite 4 Aufbruch in den Westen