Philip Henry Sheridan

Philip Henry Sheridan (Union) wurde als Sohn von John und Mary (geborene Meenagh) Sheridan am 6. März 1831 geboren. Wo das genau war, ist bis heute nicht bekannt. Nachdem seine Eltern im Jahre 1830 von Irland nach Amerika auswanderten, hielten sie sich in Boston (Massachusetts), Albany (New York) und Somerset (Ohio) auf. Das erste Kind der Sheridans - Rosa - starb bei der Überfahrt nach Amerika. Philip verbrachte seine Kindheit hauptsächlich in Somerset, wo er auch die Schule besuchte. Dank des Kongressabgeordneten Thomas Ritchie, der die Familie Sheridan kannte, wurde Philip 1848 in der Militärakademie in West Point aufgenommen, die er 1853 als 35. von 52 Absolventen beendete. 1854 ging er als 2. Lieutenant zur 1. Infanterie nach Fort Duncan, Texas. Im Jahre 1855 wurde Sheridan zur 4. Infanterie in den Nordwesten zum Pacific abkommandiert und im April 1856 wurde er zum 1. Lieutenant befördert. Nach Ausbruch des Bürgerkrieges war er unter General Hallecks Kommando als Quartiermeister im Rang eines Captains tätig. Erst ein Jahr später - Mai 1862 - erhielt er das Kommando über ein Kavallerieregiment und wurde dabei gleich vom Captain zum Oberst befördert.


Philip Sheridan galt als rücksichtslos und rauflustig. Wegen seiner geringen Größe und seinen krummen Beinen wurde er auch "Little Phil" genannt.


Im Juli 1862 wurde Sheridan mit einem Vorauskommando in der Nähe von Booneville (Mississippi) abkommandiert. Auch die Konföderierten näherten sich diesem Ort. Ihre Streitmacht bestand aus ca. 6000 Soldaten. Sheridan hingegen verfügte nur über rund 830 Soldaten. Bei einem Kampf hätte er damit keine Chance gehabt, obwohl seine Truppe mit Repetiergewehren ausgerüstet war. Also ließ er seine Soldaten in einem Zug nach Booneville transportierten und heimlich wieder zum Ausgangspunkt zurückmarschieren. Diesen Vorgang wiederholte er noch einige Male, um so eine höhere Truppenstärke vorzutäuschen. Damit rettete er sich und seinen Soldaten das Leben.


Am 8. Oktober 1862 eroberte Sheridan einen Nebenfluss des Chaplin Rivers (Kentucky). Es herrschte zu dieser Zeit großer Wassermangel. Die Eroberung war daher von strategisch wichtiger Bedeutung. Am Chaplin River selber, der in der Nähe von Perryville lag, hatten sich die konföderierten Truppen unter General Poke nach vorausgehender Schlacht zurückgezogen. Unions-General Buell hatte nun die Möglichkeit, seine Truppen links und rechts von Sheridans Divisionen zu stationieren. Der konföderierte General Bragg war mittlerweile der Ansicht, dass die linke Unionsflanke an dieser Stelle nun angegriffen werden könne, da er glaubte, dass sie zahlenmäßig nicht mehr so stark sei. Daraufhin befahl er Polk, den Angriff mit zwei Divisionen durchzuführen, was er dann auch tat, wenn auch widerstrebend. Da die Unions-Armee zahlenmäßig aber stärker war als Bragg dachte, kann man von Glück reden, dass es den Konföderierten dennoch gelang, die linke Flanke des Gegners zurückzudrängen, bis diese verstärkt werden, und so erfolgreich Widerstand leisten konnte. Währenddessen war General Sheridan damit beschäftigt, bei einem Gefecht im Zentrum die Südstaatendivision bis hinter Perryville zurückzudrängen. Eine völlige Vernichtung war aber wegen Buells mangelnder Hilfestellung ausgeschlossen. Am Ende hatte die Schlacht bei Perryville für beide Seiten nichts eingebracht. Insgesamt 7500 Soldaten mussten hierbei ihr Leben lassen oder wurden verwundet. Die Unions-Truppen unter Buells Kommando hätten mehr erreichen können, wenn dieser nicht so langsam und schwerfällig gewesen wäre.


Bei der Schlacht am Stones River, die vom 31. Dezember 1862 bis zum 02. Januar 1863 stattfand, wurde Sheridans Division von zwei gegnerische Divisionen angegriffen, die jeweils von den Generälen Cheatham und Cleburne befehligt wurden. Nach anfänglicher Verzögerung - Cheatham war betrunken - wurde der Angriff gestartet, und zwar so, dass eine Brigade nach der anderen losgeschickt wurde, statt die gesamte Streitmacht auf einmal. Sheridan hatte so die Möglichkeit, sich jeweils auf eine Brigade zu konzentrieren, so dass er erfolgreich drei konföderierte Brigaden zurückschlagen konnte. Anschließend verlagerte Sheridan seine Division an eine andere Stelle.


In einem Wald, der so dicht war, dass man die einzelnen Divisionen kaum überblicken konnte, kam es dann zu einem weiteren Gefecht in Form von vielen einzelnen kleinen Kämpfen. Hierbei konnten die Yankees die Stellung so lange halten, bis sich die Intensität des Gefechtes verringerte. Am Ende konnte durch einen Gegenangriff der Feind zurückgedrängt werden. Unter großen Verlusten war es Sheridan damit gelungen, den rechten Flügel zu retten.


Nach einiger Zeit jedoch griffen die Konföderierten wieder an, und diesmal machten sie nicht den gleichen Fehler, indem sie ihre Brigaden nacheinander ins Feld schickten. Diesmal erfolgte der Angriff mit vier Brigaden gleichzeitig. Außerdem waren die Soldaten mit neuer Munition ausgestattet, während den Yankees die Munition allmählich ausging. Für General Sheridan bestand nun die Gefahr eingekesselt zu werden, was ihn dazu veranlasste, sich zurückzuziehen.


Am 3. Januar 1863 war die Schlacht am Stones River zu Ende, und der strategische Sieg lag auf der Seite der Union, wenn dieser Sieg auch unter hohen Verlusten errungen wurde.


Über Sheridans Leistungen konnte man sich bis dahin nicht beklagen. Bei der Schlacht am Chickamauga (Tennessee) , die vom 19. bis zum 20. September 1863 tobte, musste er jedoch eine herbe Niederlage hinnehmen. Im Rahmen der Kampfhandlungen hatte sich eine ca. acht Kilometer lange Unionslinie gebildet, die entlang der Felder und der Waldgebiete westlich des Chickamauga verlief. Durch Umverteilung einzelner Divisionen vom Zentrum zum linken Flügel, wurde die Verteidigungslinie im Zentrum immer dünner. Die wenigen Einheiten, die an dieser Stelle noch stationiert waren, hatten sich in den Wäldern verborgen und zwar so gut, dass ein Offizier aus den eigenen Reihen sie übersah. So meldete er an dieser Stelle eine mehrere hundert Meter breite Lücke. Der oberkommandierende General Rosecrans reagierte sofort und schickte eine Division unter General Wood von der rechten Flanke dorthin, um die vermeintliche Lücke zu schließen. Wood befolgte den Befehl und riss dadurch nichts ahnendend eine wirkliche Lücke in die Unionsfront, die letztendlich noch größer war, als die von dem Offizier fälschlicherweise gemeldete. Nun hatten die Konföderierten die Möglichkeit, die linke und rechte Unionsflanken von der Mitte aus anzugreifen und zu zerschlagen. Sheridans Soldaten waren an der rechten Flanke stationiert. Als General Hindman nun damit begann, die rechte Unionsflanke von der Mitte aus zu umkreisen und die linke Flanke der Konföderierten ebenfalls zum Angriff überging, steckten die Unionstruppen in der Falle. Die sowieso schon demoralisierten Soldaten ergriffen daraufhin panikartig die Flucht. Diese Panik löste schließlich am gesamten rechten Unionsflügel eine Kettenreaktion aus, und bald suchte jeder Soldat das Weite. Und Sheridan sowie andere Kommandeure bildeten dabei keine Ausnahme. Ihr Ziel war die Stadt Chattanooga, die sie bereits zuvor am 9. September besetzt hatten.


Statt die Unionstruppen aber nun zu Verfolgen, um sie zu vernichten, entschied sich der konföderierte General Bragg für eine Belagerung der Stadt. Durch Artillerie, die auf dem Lookout Mountain im Süden und auf dem Missionary Ridge im Osten der Stadt, sowie an den Flüssen im Westen stationiert war, konnte die Nachschublinie der Union von den Konföderierten kontrolliert werden. General Grant wurde nun mit der Aufgabe betraut, die Konföderierten zu vertreiben, was ihm schließlich auch gelang. Entscheidend für diesen Erfolg war ein Manöver, dass von General Thomas durchgeführt wurde und am 25. November 1863 stattfand. Dabei marschierten auf einer drei Kilometer breiten Linie 25000 Unionssoldaten - darunter auch Sheridans Division - gegen die gegnerische Front am Missionary Ridge. Das Bild von einer so großen Anzahl von angriffslustigen Soldaten wirkte sich auf die Konföderierten so verheerend aus, dass sie panikartig die Flucht ergriffen. Damit war nicht nur Sheridans Ehre, sondern auch die der anderen Kommandeure wieder hergestellt.


Bei der Schlacht in der Wilderness (5. - 6. Mai 1864) kämpfte Sheridan als Kommandant des Kavalleriekorps gegen einen ortskundigen Feind. Sein Vorgesetzter General Grant besaß zwar die zahlenmäßig stärkeren Truppen, am Ende hatte die Schlacht aber für beide Seiten nichts eingebracht. Beide Armeen verschanzten sich wieder in ihren ursprünglichen Stellungen. Weder die Konföderierten, die von General Lee kommandiert wurden, noch die Yankees hatten es geschafft, den jeweiligen Gegner zu vernichten.


Zwei Tage später tobte die Schlacht bei Spotsylvania, die am 8. Mai 1864 begann und am 12. Mai endete. Aber auch hier konnte General Lee von Grant nicht bezwungen werden. Sheridan hingegen konnte während dieser Zeit zumindest für sich einen Erfolg verbuchen. Sein direkter Gegner war der Kavalleriekommandant "Jeb" Stuart, und Sheridan war schon lange erpicht darauf, gegen Stuart anzutreten. Jetzt hatte er die Gelegenheit. Zunächst bekam er von Grant den Befehl, Lees rückwärtige Verbindungslinien zu attackieren, während Grant selber von vorne angreifen wollte. Mit 10000 Soldaten ritt Sheridan daraufhin in Richtung Süden, immer in der Hoffnung, "Jeb" Stuart anzutreffen. Und dieses Treffen ließ nicht lange auf sich warten. Bevor Sheridan auf seinem Weg Bahngleise zerstörte und Proviant der Konföderierten vernichtete, kam es zu einem ersten Gefecht, bei dem Sheridan sogar leichte Verluste hinnehmen musste, obwohl seine Kavallerie doppelt so groß war, wie die des Gegners. Da Stuart die Sabotageakte aber nicht verhindern konnte, wagte er es bei Yellow Tavern am 11. Mai ein zweites Mal. Diesmal jedoch zahlte sich die zahlenmäßige Überlegenheit der Unionstruppen, die zudem noch mit Schnellfeuerkarabinern ausgerüstet war, aus. Bei der Schlacht wurde die konföderierte Kavallerie überrollt und in zwei Richtungen in die Flucht geschlagen. "Jeb" Stuart fand dabei den Tod.


Nach dieser Schlacht gab es für Sheridan noch weitere Gefechte gegen südstaatliche Reitereien. So eroberte er am 31. Mai 1864 eine Straßenkreuzung, die sich in der Nähe von Gaines Mill (Virginia) befand und Cold Harbor genannt wurde. Sein Gegner war hier Fitzhugh Lee, ein Neffe von Robert E. Lee.


Eine weitere Schlacht gab es am 11. und 12. Juni 1864 bei Trevelian Station. Jetzt hatte Sheridan es mit einem gewissen Wade Hampton zu tun, der über eine Truppenstärke von 5000 Soldaten verfügte. Sheridan hingegen konnte mit 7000 Soldaten aufwarten. Trotz der Überzahl, konnte er diesmal den Feind aber nicht bezwingen. Teile seiner Kavallerie gelang es lediglich einige Bahngleise zu zerstören, die aber von den Konföderierten schnell wieder repariert wurden.


Nachdem konföderierte Truppen unter dem Kommando von General Jubal Early es gewagt hatten, die Hauptstadt Washington am 12. Juli anzugreifen, wurden sie dank des eilig herbeigeeilten 6. Korps der Union erfolgreich zurückgeschlagen. Washington war damit zwar gerettet, da sich die vier Kommandeure, die den Feind hätten vernichten können, untereinander aber nicht einig waren, hatte Early die Möglichkeit, sich mit seinen Truppen nicht nur ungeschoren davon zu machen, er hinterließ zudem noch eine Spur der Verwüstung. General Grant, der zu diesem Zeitpunkt die Stadt Petersburg in Virginia belagerte und dennoch sein 6. Korps für Washington zur Verfügung stellte, wollte sich mit diesem Ergebnis nicht abfinden. So befahl er Sheridan, aus dem 6. Korps und weiteren verschiedenen Divisionen eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen. Mit dieser Truppe sollte Early, der sich mittlerweile im Shenandoahtal aufhielt, vertrieben werden. Sheridan, der sich daran erinnerte, dass Unions-Truppen im Shenandoahtal in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen gemacht hatten, war diesmal ungewöhnlich vorsichtig. Innerhalb von sechs Wochen leistete er sich einige vorsichtige Kämpfe, und trieb so den Feind langsam bis nach Winchester zurück. Erst am 19. September - nachdem er erfahren hatte, dass seine Truppenstärke größer war als zuvor angenommen - griff er mit gewohnter Härte an. Durch die zahlenmäßige Überlegenheit der Union und durch den Einsatz von Schnellfeuerkarabinern, hatte Early schließlich ein Viertel seiner Armee verloren, so dass er sich 32 Kilometer zurückziehen musste. "Wir haben sie aus Winchester hinausgeworfen und setzten ihnen morgen nach" übermittelte Sheridan anschließend nach Washington.


Am nächsten Tag machte er sein Versprechen war. Was folgte war am 22. September eine Schlacht bei Fisher´s Hill, die wieder mit einer Niederlage für die Konföderierten endete. Early war nun gezwungen weitere 97 Kilometer nach Süden zurückzuweichen.


Obwohl das Ziel, Early aus dem Shenandoahtal zu vertreiben noch nicht ganz erreicht war, konzentrierte Sheridan sich darauf, das Shenandoahtal in eine unfruchtbare Wüste zu verwandeln. Daraufhin wurden Earlys Truppen verstärkt, um Sheridans Vernichtungsfeldzug zu stoppen. So kam es am Morgen des 19. Oktober 1864 am Cadar Creek zu einem Angriff, der für die Yankees so überraschend war, dass sie panikartig die Flucht ergriffen. Als Sheridan, der sich zu diesem Zeitpunkt in Winchester aufhielt, den Gefechtslärm vernahm, schwang er sich auf sein Pferd und ritt eiligst zum Schlachtfeld. Auf dem Weg dorthin begegnete er eine Vielzahl von Soldaten, die ihn umjubelten. "Hört auf zu jubeln, verdammt noch mal!" erwiderte er. "Wer sein Land liebt, kommt mit nach vorn an die Front! Ihr habt noch soviel Mumm in den Knochen! Los, auf! Verdammt noch mal! Auf!" Viele Soldaten waren von Sheridans Worten so beeindruckt, dass sie ihm tatsächlich folgten. In kürzester Zeit konnte Sheridan dadurch wieder eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen, mit der er am Abend des 19. Oktober zum Gegenschlag ausholte, und zwar genauso überraschend wie am Morgen die Konföderierten. Earlys Armee war damit schließlich entgültig zerschlagen und Sheridan hatte aus einer augenscheinlichen Niederlage einen glorreichen Sieg gemacht. Sein Ritt an diesem Tag ging nicht nur als besonderes Ereignis in die Geschichte ein, es wurde sogar ein Gedicht darüber geschrieben. Kurz vor Ende der Belagerung von Petersburg - am 31. März 1865 - kämpfte Sheridans Kavallerie an der Straßenkreuzung Five Forks noch einmal gegen eine abgekämpfte gegnerische Kavallerie. Obwohl diese noch von zwei Divisionen unter General George Pickett unterstützt wurde, gelang der Union ein überwältigender Sieg. Mit Flüchen und lobenden Worten trieb Sheridan dabei seine Soldaten zur Aggressivität an. Picketts Soldaten hatten keine Chance. Während sich die einen ergaben, ergriffen die anderen panikartig die Flucht. Am 2. April stieß Sheridan immer weiter nach Petersburg vor und durchbrach an mehrere Stellen General Lees Linien.


Gedicht: Sheridan´s Ritt


Vom Süden herauf im Morgenlicht

Bringt´s über Winchester böses Gericht ...

Doch es führt ein Weg von Winchester her,

die Straße, die große, liegt menschenleer ...

Noch fliegt von den Hufen, die südwärts blitzen,

der Staub wie der Rauch aus vielen Geschützen,

wie der Schwanz des Kometen, geschwinde, geschwinde:

"Verrätern das nahe Verderben ich künde" ...


Lee wusste, dass ein Rückzug nun unvermeidlich war. Danach konnte am 3. April nicht nur Petersburg ungehindert besetzt werden, auch die Hauptstadt Richmond war durch Lees Abzug ungeschützt, so dass diese sogar noch vorher besetzt wurde.


General Lee hatte nun vor, sich mit General Joseph Johnston in Danville zu treffen, um mit ihm gemeinsam gegen Sherman vorzugehen. Was Lee jedoch nicht wusste: Sheridans Kavallerie und drei Infanteriekorps der Union waren ihm und seinen nunmehr 35000 Soldaten die ganze Zeit auf dem Fersen. Mittlerweile hatten sie ihn sogar überholt, so dass sie am 5. April näher an Danville standen als Lee selber. Sein Ziel, in die Stadt einzumarschieren musste er daher aufgeben. Ihm blieb nichts anderes übrig, als jetzt nach Lynchburg auszuweichen. Aber auch dieses Ziel erreichte er nicht. Lees Soldaten waren zu erschöpft und damit zu langsam. Für Sheridans Soldaten war es ein Leichtes, durch Blitzangriffe Gefangene zu machen. Große Gefechte gab es nicht mehr. Viele konföderierte Soldaten warteten nur darauf, vom Feind gefangen genommen zu werden. Allein 6000 Mann waren es am Sayler´s Creek, nachdem drei Unionskorps am 6. April einen Großteil von Lees Armee eingekesselt hatten.


Sheridans letztes Gefecht war auch gleich das letzte im amerikanischen Bürgerkrieg. Am 9. April 1865 kam es hierzu in der Nähe von Appomattox Courthouse, bei dem die Konföderierten Sheridans Kavallerie angriffen. Obwohl es ihnen tatsächlich Anfangs gelang, den Gegner zurückzudrängen, hatten sie keine Chance. Denn hinter den Kavalleristen hatten zwei Unionskorps Stellung bezogen, gegen denen die Konföderierten dann nichts mehr ausrichten konnten. Als sich dann noch zwei weitere Korps von hinten näherten, war die konföderierte Armee umzingelt und die Niederlage war damit besiegelt. Für Lee gab es jetzt nur noch die Möglichkeit der Kapitulation.


Sheridan wurde nach Kriegsende von General Grant mit 50000 Soldaten nach Mexiko beordert, um die Gegner von Kaiser Maximilian III zu unterstützen. Es dauerte ein Jahr, bis sich die französischen Truppen aus Mexiko zurückzogen. Später stellte er seine Dienste als Indianerkämpfer zur Verfügung. In dieser Eigenschaft kämpfe er ziemlich rücksichtslos gegen die Cheyenne, Kiowas und den Comanchen. Danach fungierte er als Verbindungsoffizier im Deutsch-Französischen Krieg. Am 3. Juni 1875 heiratete er eine gewisse Irene Rucker. Sie war 22 Jahre jünger als er. 1883 übernahm Sheridan Shermans Posten des Oberbefehlshabers der US-Armee.


Philip Henry Sheridan starb am 5. August 1888 in Nonquitt, Massachusetts, an einem Herzanfall.





Home Die Kommandeure

Die

Kommadeure

Impressum /

Datenschutz

Lewis und Clark Seite 4 Aufbruch in den Westen