Der amerikanische Bürgerkrieg: Die James Projektile

Die James Projektile wurden nach ihrem Erfinder General Charles T. James benannt. Es gab sie in verschiedene Kaliber und sie konnten von unterschiedlich großen Kanonen aus Stahl oder Bronze abgefeuert werden. Wenn eine brauchbare Kanone einen glatten Lauf hatte, musste dieser nachträglich gezogen und so für James Projektile umgerüstet werden. Es waren Explosivgeschosse mit Perkussionszündung. Beim Aufschlag stieß ein Amboss auf ein Zündhütchen, das eine Pulverladung in einem dünnen Röhrchen entzündete. Dieses Röhrchen reichte bis zu einer Brennkammer, die mit Pulver gefüllt war, dass seinerseits wiederum entzündet wurde und dabei den Stahlmantel auseinander riss.


 Das erste Geschoss, das James entwickelte, wurde am 26. Februar 1856 patentiert. Auffallend waren die mit Blei gefüllten Schlitze, die in Kombination mit den gezogenen Läufen der Kanone dem Geschoss eine bessere Rotation ermöglichen sollten. Dadurch aber, dass bei vielen Geschossen nach dem Abschuss das Blei durch die Zündung zum großen Teil verloren ging, gab es eine Unwucht, wodurch die Flugbahn ungenau wurde. Um das zu verhindern, umgab James die Schlitze mit einem Segeltuch oder einer Zinnhülse. Selbstverständlich wurden die Projektile immer weiterentwickelt. Außerdem wurden qualitativ hochwertige Kanonen und Geschosse aus England importiert, was die Artillerie beider Kriegsparteien immer wirksamer machte. Anfangs waren die Geschosse noch nicht in der Lage, Panzerungen zu durchbrechen. Als die ersten Panzerschiffe zum Einsatz kamen, mussten entsprechend harte Projektile entwickelt werden.


Am 10. April 1862 wurden großkalibrige James Projektile gegen das von den Konföderierten gehaltene Fort Pulaski eingesetzt. Am 16. Oktober 1862 leitete Charles T. James eine Demonstration seiner Projektile. Als ein Arbeiter versuchte, mit einer Zange eine Kappe vom Oberteil des Geschosses zu entfernen, kam es zu einer Explosion. Der Arbeiter wurde sofort getötet, und Charles T. James erlag am nächsten Tag seinen schweren Verletzungen.

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