Der amerikanische Bürgerkrieg: Das Schnellfeuergewehr

Im amerikanischen Bürgerkrieg wurden seit 1862 zwei Typen von Schnellfeuergewehre verwendet. Die so genannte "Coffee Mill Gun" und die "Revolving Battery Gun". Die "Coffee Mill Gun", die von Wilson Arger entwickelt wurde, besaß nur einen Lauf, an dessen hinteren Ende sich ein Zufuhrbehälter befand, der mit kleinkalibriger Munition befüllt wurde. Mittels einer Kurbel wurde dann ein Mechanismus in Gang gesetzt, der den Lauf nach jedem Abschuss wieder mit einer Kugel bestückte. Ähnlich funktionierte auch die Revolving Battery Gun. Statt nur einen Lauf, wurden hier jedoch sechs Läufe verwendet, die um eine starre Achse rotierten, wenn man die Kurbel bewegte. Auch hier gab es einen Zufuhr-behälter, der mit Munition bestückt wurde.


Sechs Läufe wurde deshalb verwendet, um den einzelnen Läufen nach dem Abschuss eine Abkühlung zu ermöglichen. Das war auch nötig, da das Gewehr in der Lage war, 600 Schuss in der Minute abzufeuern, also 100 Schuss pro Lauf. Entwickelt wurde die Waffe zum einen von einem gewissen Mr. Ripley, zum anderen von Dr. Richard Jordan Gatling. Ripleys Konstruktion war jedoch zu kompliziert und störanfällig, während Gatlings Gewehr zuverlässiger war, und somit auch in Serie produziert wurde. Das Gewehr war so erfolgreich, dass es später als "Gatling Gun" bekannt wurde. Das Gatling Gewehr wurde in vielen Ländern verkauft und auch noch Anfang des 20. Jahrhunderts eingesetzt.

Home Die Kriegswaffen

Die

Kriegswaffen

Impressum /

Datenschutz

Lewis und Clark Seite 4 Aufbruch in den Westen