Um die Flüsse und Häfen zu verteidigen, wurden insbesondere von den Konföderierten auch Unterwasserminen eingesetzt. Bereits im Jahre 1285 wurde in dem Kriegsbuch des Arabers Alrammah Nedschmeddin eine Mine abgebildet, und 1628 wurde eine von Cornelius van Drebbel entwickelte Stangenmine vor La Rochelle eingesetzt. Während des amerikanischen Bürgerkrieges wurden die Minen noch als Torpedos bezeichnet. Robert Fulton, der 1797 eine Unterwassermine entwickelt hatte, prägte diesen Namen nach einer Fischart. Erst später wurde zwischen einer Mine (schwimmender Sprengkörper) und einem Torpedo (selbstständig bewegender Sprengkörper) unterschieden. Unterwasserminen waren im Bürgerkrieg billig und leicht herzustellen.


Am 07. Juli 1861 wurde zum erstenmal ein so genannter "Drift Torpedo" eingesetzt, der von dem Hydrographen Matthew F. Maury entwickelt wurde. Das Prinzip war relativ einfach. An den Enden eines ca. 35 Meter langen Seils waren jeweils zwei mit Pulver gefüllte Fässer befestigt. Wenn der Bug des Schiffes das Seil erfasste, legten sich die beiden Fässer an jeweils eine Seite. Mittels Zündschnur - und später mittels Aufschlagzünder - sollten die Minen dann zur Explosion gebracht werden. Jedoch schlugen sämtliche Angriffsmanöver auf dem Potomac und bei Hampton Roads fehl. Erst der Einsatz eines elektrischen Zünders erbrachte bei einem Test auf dem James River den gewünschten Erfolg. Minen mit elektrischer Zündung waren zuverlässig und sicher, aber auch teuer und damit recht selten. Also besann man sich wieder auf einfachere Zündmechanismen.


So verwendete man zu Beginn des Krieges abgesägte Schrotflinten oder Revolver, die durch einen Mechanismus beim Aufprall in ein Pulverfass feuerten, das dann zur Explosion gebracht wurde. Oder man löste den Abzug einfach durch ein dünnes Seil aus. Erst später wurden spezielle, weniger primitive Zünder entwickelt. Während des amerikanischen Bürgerkrieges wurden 30 Schiffe der Union durch Minen beschädigt und vier komplett vernichtet.

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