Die Waffen der Indianer

Zwischen den Jahren 1869 und 1876 führte der Hunkpapa-Sioux-Hauptling Sitting Bull Krieg gegen den weißen Feind. Als 1872 in den Black Hills im Sioux-Gebiet Goldvorkommen entdeckt wurden und das Land von Goldgräbern und Büffeljäger überflutet wurde, organisierte er den indianischen Widerstand. Zunächst versuchte die Regierung, den Indianern das Land abzukaufen. Red Cloud, Red Dog, Little Wound, American Horse, und Red Shirt wurden nach Washington gerufen und bedrängt, das Geschäft abzuschließen. Doch sie bestanden darauf, dass alle Sioux befragt werden müssten, die dann aber ablehnten. Am 9. Dezember 1875 wurden daraufhin alle außerhalb des Reservats lebenden Indianer aufgefordert, sich bis zum 31. Januar 1876 bei den Agenturen einzufinden, um sich dort ihre Reservate zuweisen zu lassen. Vor fast 10 Jahren hatte diese Regierung jedoch den Indianern im Vertrag von Ford Laramie das Land garantiert. Daraufhin gründete Sitting Bull eine Allianz von verschiedenen Indianerstämmen, da man jetzt nicht mehr bereit war, einen erneuten Vertragsbruch hinzunehmen. Die Regierung rechnete damit, dass die meisten Indianer die Aufforderung nicht befolgen würden. Aus diesem Grunde begannen im Februar 1876 die Vorbereitungen für eine militärische Operation. Geplant war, die Indianerstämme von Truppen aus allen Teilen des Landes von verschiedenen Seiten anzugreifen.


Im Juni 1876 versammelten sich die Hunkpapas, Teton-Sioux, Arapahoes und Cheyenne im Rosebud Tal zu einem Sonnentanz. Unter der Führung von Sitting Bull und Crazy Horse entstand hier eine der größten indianischen Kriegsmacht, die es je gegeben hatte. Von hier aus zogen die Stämme dann zum Little Big Horn River und ließen sich hier in einem riesigen Lager nieder. General Georg Armstrong Custer stand an der Spitze des 7. Kavallerieregiments. Hierbei handelte es sich um eine von zwei Nordabteilungen der US-Armee. General Custer war ein eitler und überheblicher Mann. Ihm passte es nicht, der er nur eine Nordabteilung führen durfte. Er war fest entschlossen, den Feldzug allein zu entscheiden und den Ruhm allein zu ernten. Entgegen aller Befehle, rückte er am 22. Juni 1876 zur Suche nach den Indianern aus. Drei Tage später, am 25. Juni, entdeckte er das Indianerlager im Tal des Little Big Horn River. Statt aber jetzt Verstärkung zu holen, entschloss er sich anzugreifen. Er teilte seine Kavallerie in drei Abteilungen. Während Major Reno den Fluss überqueren und die Indianer aus dem Westen angreifen sollte, hatte Hauptmann Benteen die Aufgabe, die nach Süden fliehenden Indianer abzufangen. General Custer selber wollte den Hauptangriff führen, indem er von Norden her den Fluss überquerte. Dabei überschätzte er wohl seine eigene Kampfkraft und unterschätzte die der Indianer. Major Reno wurde von 1500 Indianer unter der Führung des Kriegshäuptling Gall zurückgeschlagen. Viele seiner Soldaten starben im Pfeil- und Kugelhagel. Als General Custer das Flussufer erreichte, versperrte ihm Gall mit seinen Kriegern den Weg und griff sofort an. Custer versuchte daraufhin, die höchste Erhebung der Hügelkette am Flussufer zu erklimmen. Crazy Horse hatte jedoch zuvor die Anhöhe von der anderen Seite aus erstiegen. Mit seinen tausend Kriegern stürmte er dann auf die Kavalleristen zu, während Gall mit seinen Kriegern von unten angriff. Diese Einkesselung wurde Custer zum Verhängnis. Er und seine 225 Soldaten fanden den Tod. Durch das ausgezeichnete Organisationstalent von Sitting Bull und der überlegenen Kriegsführung von Crazy Horse, konnte die Schlacht für die Indianer entschieden werden. Die Schlacht am Little Big Horn war für die amerikanische Armee die größte Niederlage gegen die Indianer.



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