Die Rinderstädte

Nach ca. 1500 Meilen erreichten die Cowboys mit ihren Viehherden ihr Ziel: Die Rinderstädte. Hier wurden die Rinder verkauft und schließlich für den Transport in den Osten in Viehwaggons geladen.


In den meisten Fällen trafen mehrere Herden gleichzeitig vor der Stadt ein. Das bedeutete für die Cowboys, dass sie mit ihrer Herde erst einmal vor der Stadt warten mussten, bis sie an der Reihe waren. Während dieser Zeit ritten sie abwechselnd in die Stadt, um kleine Besorgungen zu machen. Bei der Gelegenheit unterhielten sie sich mit ihren Kollegen, dessen Herde schon abgefertigt waren und tauschten so Neuigkeiten aus. Erst wenn ihre Herde verkauft wurde, erhielten sie ihren ganzen Lohn. Den setzten sie zunächst einmal in einen neuen Haarschnitt um, dann in neue Kleidung und schließlich in Alkohol und Freudenmädchen.


Es gab kaum einen Cowboy, der nicht sein ganzes Geld in dieser Zeit auf den Kopf haute. Streitereien und Schlägereien waren an der Tagesordnung. Betrunkene Cowboys waren unberechenbar. Kleinste Meinungsverschiedenheiten waren schon Grund genug, den Revolver zu zücken. Einigen Cowboys viel es ein, ohne irgend einen Grund schießend durch die Straßen zu galoppieren, um die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzten. Dennoch verliefen solche Aktionen meistens unblutig.


Damit die Städte in der Öffentlichkeit als zivilisiert dastanden, wurden die üblichen Verordnungen geschaffen, wie Waffenverbot oder Lizenzvergabe für Saloons und Glückspiel. Einige Rinderstädte bestanden zum größten Teil nur aus Zelte. Die meisten jedoch hatten solide Holzhäuser, Banken, Kaufläden, Kirchen und natürlich feudale Saloons und Tanzsäle. Zu den bekanntesten Städten gehörten Abilene, Dodge City, Ellsworth, Newton und Wichita.

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